Irgendwas …

… stimmt mit meinem Magen nicht. Manchmal werde ich ganz hektisch und lecke wie eine Verrückte hier den Boden und die Teppiche ab, bin kaum mehr ansprechbar. Frauchen lässt mich dann immer ganz fix nach draußen, damit ich Gras fressen kann, denn das ist das Einzige, was mir in diesen Momenten gut tut. (Trockenes Brot oder Haferschleim fresse ich immer erst danach.)
Sie hat in Hundeforen gefragt, was das nur sein könnte, und man hat ihr gesagt, dass das höchstwahrscheinlich Sodbrennen ist, und dass man dagegen etwas tun muss, damit die Speiseröhre nicht krank wird.

Ich hab das schon, seit ich ganz klein war. Manchmal kommt es öfter hintereinander – manchmal erst nach vielen Wochen wieder mal.

SIE war schon in der Apotheke und hat gefragt, ob es etwas dagegen gibt, und da hat man ihr Globuli verkauft – „Robinia comp“ hießen die, und ich hab inzwischen schon das ganze Gläschen leer gefuttert. Aber geholfen hat es eigentlich nicht – diese blöden Anfälle kommen immer noch …

Gestern hat sie dann mal bei Renate, unserer Tierärztin angerufen. Weil ich ihr am Wochenende das ganze gefressene Gras (und auch noch ein paar andere Sachen dazu) wieder vor die Füße gek… – äh gelegt habe, hatte sie das in eine Plastikschale mit Deckel drauf gepackt und wollte fragen, ob Renate damit was anfangen kann, damit man endlich weiß, was für Bakterien sich in meinem Magen so herumtreiben.
Aber da geht nix, hat die TÄ gesagt, und so ist das Zeugs im Müll gelandet. Nein, ich müsse zu ihr kommen, hat sie gemeint, und dann müsse sie mir Blut abzapfen – nur so könne man herausfinden, was ich habe. *grusel*

Ach nee, nicht schon wieder Auto-fahren und pieksen …

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Freiheit für meinen Hals!

… wollte ich ihr mit dieser Aktion eigentlich sagen:

halsband kaputt

Und ich dachte, sie versteht das und lobt mich dafür, dass ich das Ding ganz allein abgekriegt und ein bissel verschönert habe.
Aber – Pustekuchen. Sie war kein bisschen begeistert – im Gegensatz zu mir, die ich über meine außergewöhnliche Leistung so richtig stolz war. Nein, sie hat mir gleich wieder mein altes Lederhalsband umgebunden.
Tja, keine Wertschätzung mehr für eigenständige Hundearbeit … *jaul_maul*
(Die Bilder hat sie übrigens mit ihrem neuen Handy gemacht, Ocean. Leider waren die nicht größer auf den PC zu kriegen, und ganz so dolle werden Fotos damit auch nicht, sagt sie.)

Knochenbrecher III

So, nun will ich euch aber endlich die Geschichte mit meinen Hüften zuende erzählen:

Dass ich noch ein 2. Mal unters Messer musste, wisst ihr ja schon.
Ich kann euch sagen: Es war danach schlimmer als nach der 1. Operation. Erstens musste ich länger in der Klinik bleiben (3 Tage!), und zum Zweiten kam ich – auch als ich schon wieder zuhause war – viel schwerer wieder auf die Beine.
Das Hinhocken beim Pipi-Machen fiel mir bedeutend schwerer (ihr hättet meine verzweifelten Verrenkungen dabei mal sehen müssen), und Frauchen musste mir ein paar Tage länger Schmerzmittel geben als beim 1. Mal.

So dauerte es auch ein bisschen länger, bis wir die ersten kleinen Spaziergänge machen konnten, denn ihr müsst euch vorstellen: Die erste Seite noch nicht wieder so richtig zusammengewachsen und die zweite Seite noch ganz frisch zersägt. Da war natürlich auch meine Futterfee recht unsicher …

So sah ich nun von hinten aus:

Emma nach der 2. OP von hinten

Rechts schon wieder ein dünner Fell-Flaum (Mannomann, hat das gedauert, bis da endlich wieder was kam) und links noch ziemlich kahl.

Nachts musste ich – wie inzwischen schon seit einigen Wochen – weiter in meiner Hütte pennen.

Emma in ihrer Hütte

Die hatten sie schon vor dem ersten Eingriff für mich gekauft, denn – so hat Frauchen es mir erklärt – es musste ja auch für die Nacht, wenn alle schlafen, sicher gestellt werden, dass ich nicht aufs Sofa oder sonst irgendwo drauf hüpfe.
Das Ding stand im Wohnzimmer neben der Couch, und Ulrike hat die ganze Zeit neben mir geschlafen, damit sie gleich merken konnte, wenn ich da raus wollte, z.B. zum Pinkeln oder so …

Das einzig Gute dieses Mal war, dass meine Haare schneller nachwuchsen als nach der ersten OP, so dass ziemlich schnell beide Seiten gleich aussahen, obwohl die erste Seite 6 Wochen früher operiert worden war.

Ja, und so nach weiteren 6-8 Wochen gings dann wieder. Da konnten wir schon wieder unseren ganz normalen Rundgang über die Felder machen, und sie hatten mir eine längere Leine gekauft, damit ich zwischendrin auch schon mal ein Stückchen spurten konnte. Aber bis ich wieder so richtig rennen durfte, dauerte es noch ein Weilchen, da waren meine Leute ganz vorsichtig. Denn – stellt euch vor, das hätte irgendwo geknackt und alles wäre wieder kaputt gewesen …
Nicht auszudenken!
Nee, nicht das alles noch einmal …!

Ja, aber die nächste (und hoffentlich letzte) OP stand mir auch noch bevor.
Doch davon erzähle ich euch später. Bis dahin

Wuff, Wuff – eure Emma

Knochenbrecher II

Na, wenn Frauchen schon nicht dazu kommt, endlich die Röntgenaufnahmen von mir abzufotografieren, will ich euch die Geschichte dennoch weiter erzählen, damit ihr nicht so unendlich lange warten müsst.
Aaalso:
Wie ich nach der „Dreifache Beckenosteotomie“ (DBO) wieder nach Hause gekommen bin, hab ich euch ja schon erzählt. Schön sah mein Hintern danach erst mal nicht aus, aber das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war, dass ich mich ein paar Wochen lang kaum bewegen durfte. Und DAS MIR, wo ich doch so eine Wilde bin …
Selbst im Garten haben sie mich an der Leine fest gehalten, und es ging eh nur zum Pinkeln und Häufchen machen hinaus.

An der Leine im Garten - Schlimm!

… hier auch an der Leine.

Ich kann euch sagen – das war vielleicht blöd … 😦
Logisch, dass ich ganz schön frustiert war. Das wurde erst nach zwei Wochen ein bisschen besser, da durften wir schon wieder gaaaanz kurze Spaziergänge außerhalb meines … äh … unseres Gartens machen.
Aber auch für Ulrike war diese Zeit nicht schön. Sie konnte ja auch nicht einfach die Tür zum Garten für mich aufmachen – wie jetzt wieder, sondern sie hatte mich ständig an der Backe, und sie musste höllisch aufpassen, dass ich nicht DOCH mal aufs Sofa springe, oder so …
Beschmust wurde ich nur noch auf dem Boden.

Irgendwann haben meine Leute es mir dann aber verraten, und ich muss sagen: Ich war ziemlich geschockt!
Gleich nach der Operation haben sie sich mit der Klinikärztin nämlich mein Röntgenfoto angeschaut, das sah dann ungefähr so aus (ist von einem anderen Hund aus einer anderen Klinik):

Klinik Müller-Heinsberg - DB=
Praxis Müller-Heinsberg)

Und dabei ist heraus gekommen, dass es mit der einen Hüft-Seite nicht getan war. Eigentlich war die andere Seite noch viiiieeel schlimmer!

Ja, und was will ich euch damit sagen?
Richtig!
Sechs Wochen nach der 1. OP musste ich noch ein zweites Mal unters Messer. Wieder in dieses blöde Auto, wieder in die Klinik, wieder diese dämlichen Spritzen und all der Mist. Und danach …

Aber davon erzähl ich euch später.

Wuff, Wuff – eure Emma

Knochenbrecher …

Von meinem Knochenfoto hab ich euch ja schon erzählt. Nun gehts weiter mit dieser traurigen Geschichte. (Nein, nicht weinen, ist alles gut ausgegangen, und ich lebe noch.)
Aaaalso:
Renate hatte Frauchen einen Tipp gegeben, wohin sie mit mir nach dem Foto gehen sollte. Eine Tierklinik in Greven. Ganz nett dort, aber die Fahrt …, sag ich euch! Ich mag doch nun mal kein Auto-Fahren. Schon allein dieses Sicherheits-Geschirr, dass F. mir dazu anzieht. Grauenhaft! Deshalb hab ich erst mal ordentlich den Rücksitz voll gekotzt. Mir war aber auch soooo schlecht …

Die junge Ärztin in der Klinik hat genauso wie Renate an mir herum gefummelt und meine Gelenke verbogen. Tat bei manchen Bewegungen ganz schön weh …
Danach hat sie mit Ulrike und Michi irgendwas besprochen. Ich hab nicht verstanden, was das genau war, aber Frauchen hat mir später erzählt, dass es mehrere Möglichkeiten gäbe, meine Knochen wieder in die richtige Position zu bringen. Man konnte entweder einen Muskel an dem Bein entfernen, bei dem nicht alles in Ordnung war, oder mir da an drei Stellen die Knochen zersägen, das Stück mit der Pfanne, in die die Gelenk-Kugel muss, ein Stück drehen, damits besser übereinander passt. (DBO – „Dreifache Beckenosteotomie“ nennt man das.)

Ich kann euch sagen, da hat sich mir aber das Nackenfell gesträubt!

Bei meinen Leuten war das – glaube ich – nicht anders, denn sie haben lange überlegt, was sie mit mir machen lassen sollten. Frauchen hat stundenlang im Internet herumgelesen, um zu schauen, was wohl besser für mich wäre – auf Dauer. Schweren Herzens haben sie sich dann entschlossen – für die DBO, also diese Knochenbrecherei.

Ja, und dann kam der Tag mit der neuen Auto-Fahrt, an dem sie mich bei diesen fremden Leuten gelassen haben. Aber davon hab ich nach kurzer Zeit nicht mehr viel mitbekommen, denn nach der Spritze, die sie mir ins Bein gegeben haben, bin ich sehr schnell eingeschlafen.

Als sie mich wieder nach Hause geholt haben, sah ich dann am Hintern so aus:
Eine meiner Narben

Sieht das nicht furchtbar aus? Wie ein gerupftes Huhn. Und das war nur eine meiner Narben. Ganz hinten am Popo und unterm Bauch gabs jeweils noch eine …

Ja, und dass es das nun war mit dem Stress, war ein Irrglaube. Aber wie es danach weiter gegangen ist, erzähl ich euch später.

Wuff, Wuff – eure Emma

August 2006 – schlimme Nachrichten!

Im August 2006 – ich war gerade 8 Monate alt – fing plötzlich dieses Knacken beim Laufen an. Meine Leute waren wild besorgt, denn das war ziemlich laut und nicht normal. Bei jedem Schritt: Knack, knack, knack … – hinten an meinem Popo …
Also haben sie mich ins Auto gepackt, (was ich gar nicht gerne mag), und sind mit mir zu Renate gefahren. Bevor wir mit der zusammen kamen, hab ich, als wir bei ihr ankamen, erst mal ein paar neue Kumpels getroffen. Die haben alle in dem Raum gesessen, in dem wir auf sie gewartet haben. Sooo viel Besuch hat die gehabt, und ich muss sagen, als sie mich endlich kraulen kam, fand ich sie auch ganz nett. Es war auch nicht schlimm, dass sie mir ins Maul und in die Ohren schaute, ich bin ja gar nicht so … – außerdem kitzelte das in den Ohren ein bisschen, so dass ich etwas lachen musste.
Weniger angenehm war dann aber, dass Frauchen und Renate sich so komische lange Schürzen anzogen, mich auf einen Tisch legten, und dass Renate ziemlich kräftig an meinen Hinterbeinen zog, dass sie ganz gerade nebeneinander lagen. Dann kam so ein großer Fotoapparat von der Decke, und es summte einmal recht laut.

Danach durften wir uns erst wieder in den ersten Raum setzen, und es waren in der Zwischenzeit schon wieder neue Kumpels dort. Dafür war der Schwarze, der mir so sympathisch war, nicht mehr da. Schade …

Ich hatte mich gerade mit einem der Neuen bekannt gemacht, da rief Renate uns auch schon wieder zu sich, und ihre Stimme klang sehr besorgt, als sie mit Frauchen sprach. Dann klemmte sie etwas Schwarzes vor eine Lampe an der Wand, sprach weiter mit Frauchen und zeigte auf dem Bild, das man durch das helle Licht sah, herum.
Das Bild zeig ich euch hier mal:

Röntgenaufnahme von Emmas Hüfte - August 2006

Darauf sollte man angeblich sehen, was mit meinen Knochen nicht in Ordnung war.
Na, vielleicht könnt ihr euch einen Reim drauf machen …
Jedenfalls hatte dieses Bild schlimme Folgen für mich. 😦

Wuff, Wuff – eure Emma

Zack – Beule …

Tja, so kann es kommen, wenn man nicht genau hinschaut und einfach so durch die Gegend rennt:

Emma - Beule

Seht ihr die dicke Beule oben an meinem Kopf?
Hach, hat das weh getan!
Ich will ja nichts beschönigen, aber ihr müsst wissen, dass hier bei uns zuhause auch noch ein anderes Tier, der Felix wohnt.

Felix in meinem Körbchen

Den fand ich von Anfang an total interessant. Er mich vielleicht auch, aber so richtig Lust auf meine Küsschen hatte der – zumindest während meiner ersten Tage hier – nicht. (Heute knutscht er schon manchmal zurück, aber nur wenn er Lust hat.)

Nun ja, weiter müsst ihr wissen, dass ich damals ja noch viel kleiner war, so dass ich ein ganz kleines Bisschen unter den kleinen Tischen durch passte, die hier im Wohnzimmer herumstehen. Das klappte prima, so lange ich langsam lief, aber … – ihr könnt es euch sicher denken … *seufz*

Ja, das mit der Beule war das erste Unglück.
Aber es folgte leider noch viel Schlimmeres …
Erzähle ich euch später.

Wuff, wuff – eure Emma