Tasso

Ach, die Geschichte mit Tasso hab ich euch ja noch gar nicht erzählt. Na, dann mach ich’s jetzt:

Aaaaalso, als ich klein war und mich hier noch nicht so gut auskannte, als ich auch noch nicht so recht wusste, ob ich meine neuen Leute nun lieb habe oder nicht, hat es mich oft rüber zu den Nachbarn gezogen. Nebenan war nämlich immer viel mehr los als bei uns. Und da es zwischen den beiden Gärten, meinem … äh, unserem und dem von Chelsey, einen Maschendraht-Zaun hinter der Hecke gibt, da der unten auch (noch) nicht richtig fest gemacht war, (weil ja meine Vorgängerin Dodo und Chelseys Vorgänger Jack damit nie ein Problem hatten, wie die Futterfee mir erzählt hat), bin ich auf eine gute Idee gekommen. Ich hab mich einfach ganz platt gemacht – so platt wie es nur eben ging – und bin da drunter her gerobbt. Ratz-Fatz war ich drüben und konnte mit (damals noch) Jack und den Kindern spielen. Ich fand das jedes Mal toll, aber meine Leute und auch die Nachbarn waren davon nicht so begeistert, weil ich ja immer wieder zurück geholt oder gebracht werden musste, denn den Rückweg hab ich allein nie wiedergefunden.

Eines Tages war es mal wieder so weit. Unterm Zaun durch – und drüben war ich. Allerdings war an diesem Tag außer Jack sonst keiner da, doch das wussten der Michi-Papa und die Futterfee nicht, so dass sie mich eine Weile haben gewähren lassen, weil sie gerade anderes zu tun hatten. (Außerdem haben sie auch nicht gleich bemerkt, dass ich mich mal wieder verdrückt hatte.)

Irgendwann haben sie mich dann aber gesucht und gerufen, doch das hab ich nicht mehr mitgekriegt, denn ganz hinten im Nachbargarten war ein Loch im Zaun, durch das ich auch locker hindurch gepasst habe.

Hab dann erst mal die Straße (zum Glück eine, die mit so einer rot-weißen Kette abgesperrt ist und wo keine fremden Autos fahren dürfen) und die anderen Vorgärten beschnüffelt und ausgekundschaftet und bin schließlich am Kinder-Spielplatz gelandet, wo es sich eine Zeit lang herrlich mit den Fußball-Spielern herumtoben ließ. Das wurde mir jedoch nach ein paar Minuten langweilig. Ich wollte wieder nach Hause, wusste aber nicht mehr, wohin ich nun laufen musste. Rechts – links? … Zufällig ging gerade eine Frau mit ihrem Kind vom Spielplatz weg, und ich dachte mir: Gehste mal mit, vielleicht geht die auch nach Hause, da bin ich dann ja richtig.

Die Frau hat mich ein bisschen verwundert angeschaut und auch mit mir gesprochen, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir sagen wollte. So bin ich immer weiter neben ihr und ihrem Kind her gelaufen – bis wir bei ihr zuhause waren, das war mir aber ganz fremd. Dort haben sie sich mein Halsband erst mal genau angeschaut, die Tasso-Marke gefunden und bei denen angerufen. Ja, und Tasso hat dann gleich mit meinen Leuten telefoniert. Frauchen hat sich sofort ins Auto gesetzt, ist zu diesem anderen Zuhause gefahren und hat mich da wieder abgeholt.
Manno, das war vielleicht schön, als ich sie plötzlich wiedersah. Die hatte sich auch schon ganz große Sorgen um mich gemacht …

Ich hab euch das erzählt, damit ihr euren Herrchen und Frauchen sagt, dass sie euch unbedingt auch bei Tasso anmelden sollen, denn die sorgen – wie ihr seht – dafür, dass ihr auch nach einem kleinen Ausflug immer schnell wieder bei euch zuhause landet. 😉

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Toll, ich hab einen Garten!

Wie ihr euch denken könnt ist es nicht leicht, die Vergangenheit einfach mal so zu vergessen und sich irgendwo neu einzuleben. Hatte ich auf Lanzarote doch jede Menge Kumpels um mich, da war immer was los, kann ich euch sagen.
Und nun hier bei meinen neuen Leuten: Tote Hose – jedenfalls was andere Hunde in meiner Wohnung angeht.
Doch eines hat mich von Anfang an beeindruckt und für vieles entschädigt: Mein Garten.

Ich am Teich

Ihr glaubt ja gar nicht, was es an so einem Teich alles zu sehen gibt. Viele rote Dinger (Frauchen nennt sie Fische), die durchs Wasser flitzen und vor mir abhauen, so bald ich meine Nase ins Wasser stecke. Und diese grünen Hüpfdinger, die sich absolut nicht von mir knuddeln lassen wollen und im hohen Bogen durch die Gegend springen, so bald ich sie anstubsen will.

Ja, und dann gibt es hier viel mehr Wiese als auf Lanzarote.

Emma flitzt

Das fühlt sich toll an an den Pfoten, wenn man drüber flitzt – viel besser als auf dem trockenen Boden mit den kleinen Steinchen, die manchmal ganz schön gepiekt haben.

Auf dem Gartenweg

Die Wege fand ich langweilig, (obwohl man auch dort supertoll flitzen kann – wie ich inzwischen weiß), aber im Gestrüpp nebendran raschelte es manchmal ganz aufregend …

Und nebenan gabs damals Jack, zum Glück doch ein Hund in meiner Nähe. Der war zwar alt und wohnte vor Chelsey im Nachbargarten, aber durch den Zaun war er sehr nett zu mir, und deshalb bin ich manchmal unterm Zaun rüber gekrochen, hab mich da einfach drunter durch gerobbt.
Aber das fand keiner so richtig toll, und heute geht das auch nicht mehr, weil ich so groß geworden bin …

Wuff, Wuff – eure Emma

Schoßhund

Ganz zu Beginn hier in meinem neuen Zuhause (April 2006) war ich – wie gesagt – noch ziemlich klein, war kaum größer als dieser Felix-Kater, der auch hier wohnt. Da passte ich noch mühelos auf Michis Schoß.

Auf Michis Schoß

Doch schon ein paar Wochen später wurde die Sache mit dem „Schoßhund“ etwas schwieriger:

Auf Immes Schoß

Hier im Juni 2006, auf dem Schoß von Ulrikes Freundin Imme, mussten wir uns schon ein wenig quetschen, damit wir beide zusammen auf den Sessel passten. Aber das machte uns nichts aus, denn wir mochten uns von Anfang an.
Wie man auf dem Foto sieht, war die Beule auf meinem Kopf bis dahin nur noch ein kleiner Huckel.
(Heute sieht man davon gar nichts mehr.)

Wuff, wuff – eure Emma

Ein Blog für Emma

Da es in Ulrikes Diary „Tage wie diese“ ja überwiegend um ihren Garten und nur am Rande um mich geht- *seufz*, hab ich mir hier mal ein Extra-Blog eingerichtet. So kann ich an diesem Platz ein wenig aus meinem Hundeleben erzählen, und es quatscht mir nicht ständig jemand rein. Hier bestimme nämlich ICH, was über mich geschrieben wird.

Aaaaalso: Ich bin die Emma, im Augenblick 1 Jahr und fast 9 Monate alt. Als ich 4 Monate alt war und damals noch Debbie hieß, haben meine Leute mich von Lanzarote nach Deutschland einfliegen lassen. Das war ein Glück, denn sonst wäre ich vermutlich heute nicht mehr am Leben.
War von euch schon mal jemand in einer Tötungsstation?
Nee?
Ha – ich aber! Und ich kann euch sagen, solche Zustände gönne ich nicht mal meiner ärgsten Feindin … *grrr*
Schande über die Typen, die mich dort hin gebracht haben. Ich könnte sie jetzt noch in die Waden beißen.
Andererseits … wäre ich dort nicht gelandet, hätte ich es jetzt vielleicht nicht so saumäßig gut.

So sah ich damals aus, als ich noch klein war:

Da war ich etwa 3 Monate alt und hieß noch Debbie

Und so haben sie mich damals vom Flughafen abgeholt:
Flughafen Düsseldorf
Da war ich von dem langen Flug in der kalten Kiste fix und alle, und ich denke, das sieht man auf diesem Foto auch …

So viel fürs Erste.
Es gibt noch eine Menge mehr zu erzählen, aber das mache ich nach und nach. Hauptsache, ihr kommt mich ab und zu hier mal besuchen.

Wuff, wuff – eure Emma